Characterdesign Hilfsmittel

Ein Hilfsmittel, welches ich gerade bei Studiengruppen aus dem Nicht-Art-Bereich einsetze sind Pose-Sheets. Diese eignen sich nicht nur wie ich in diesem Beitrag (LINK) aufzeige zur schnellen Variantenbildung und beschleunigten Stilfindung. Ein anderer Einsatzzweck ist das Verstehen und Begreifen von Räumlichkeit, welches künstlerisch traditionell und am geeignetsten über Zeichnen und Plastizieren vermittelt wird. Kann oder will man in der Lehre auf diese Mittel nicht zurückgreifen, bieten sich die Pose-Sheets als Hilfsmittel an. Verschiedene Lichtsituationen erzeugen auf Grund der Räumlichkeit verschiedene Lichtsituationen auf plastischen Objekten. Die Studierenden analysieren und begreifen im Übertrag von Lichteinfall auf Pose-Sheets die diesen zugrunde liegenden räumlichen Strukturen. Das Verständnis für Räumlichkeit ist im Bereich 3D Art, aber auch ganz allgemein im Game-Artbereich eigentlich eine unumgängliche Grundfertigkeit aus zwei Gründen: Zum einen kann nur über Formgitter oder eben den durch den Lichteinfall bestimmten Schattenverlauf auf der Oberfläche eine zweidimensionale Silhouette räumlich dargestellt werden. Jede Darstellung von Räumlichkeit auf Flächen (Papier, aber auch Bildschirme) ist zunächst nur eine zweidimensionale. Zum anderen gibt uns die Art des Schattens ein Verständnis für die grundlegende Materialität der Objektoberfläche: Glatt, rauh.

Die Verwendung von Pose-Sheets hilft nun Non-Art-Studierenden sich im Rahmen von Grundkursen mit der Analyse von Objekten zu befassen ohne sich an deren Konstruktion und Zeichnung abmühen zu müssen.